In 18 Monaten zum Traumjob

Aus der Wissenschaft hinein in ein global agierendes Unternehmen: Als der promovierte Chemiker Camillo Falco eine neue Herausforderung suchte, stieß er auf das European Graduate Programme von Linde. Es lagen 18 Monate vor ihm, die abwechslungsreicher nicht hätten sein können.

Camillo Falco, Kandidat für das European Graduate Programm für Ingenieure
Der Start ins Berufsleben: Eine Vielzahl an Möglichkeiten und Chancen, die sich bieten. In dieser Lebensphase werden Ideale und Wünsche mit der Realität konfrontiert. Natürlich stellen sich Berufseinsteiger dabei neue, existenzielle Fragen. Auf was sollte man bei einer Stelle besonders achten? Auf ein ordentliches Gehalt? Auf eine interessante Tätigkeit? Oder auf eine ausgewogene Work-Life Balance? Alles wichtige Voraussetzungen, findet Camillo Falco. Doch für den promovierten Chemiker war noch ein weiterer Aspekt von großer Bedeutung. „Ich wollte mein Wissen und meine Fähigkeiten für etwas Sinnvolles einsetzen“, sagt Camillo. Mit umweltschonenden Technologien die Welt ein kleines bisschen besser machen – das ist Camillos Motivation. Das ist der Grund, warum er sich bei der Linde Group beworben hat.

Camillo Falco hatte schon früh sein Interesse an nachhaltigen Energien entdeckt. Nach seiner Promotion forschte der gebürtige Italiener am Max Planck Institute for Colloids and Interfaces in Potsdam. Sein Fokus lag auf der hydrothermalen Karbonisierung von Biomasse für Energieanwendungen. „Ein wirklich spannendes Thema“, sagt Camillo. Doch er sah den konkreten Nutzen seiner Forschung nicht. Allzu oft ging es vor allem darum, den nächsten Fachartikel zu publizieren. Unbefriedigend, fand Camillo. „Ich wollte helfen, nachhaltige Technologien tatsächlich auf den Markt zu bringen.“

Camillo begann zu recherchieren – und stieß auf Lindes European Graduate Programme (EGP). Das achtzehnmonatige Programm bereitet junge Talente auf Führungsaufgaben im Unternehmen vor. Der damals 26-Jährige war begeistert vom Clean Technology Bereich des Unternehmens. In diesem Bereich entwickelt Linde nachhaltige Lösungen, um saubere Energie zu produzieren, zu speichern und gleichzeitig den CO2-Ausstoß zu verringern. Camillo bekam von Beginn an die Chance, sich dort zu beweisen. In den ersten sechs Monaten seiner Ausbildung war er Teil eines Teams, das daran arbeitete, Wasserstoff emissionsfrei aus Kohlenwasserstoff herzustellen. „Ich kannte nur die wissenschaftliche Forschung. Bei Linde konnte ich hautnah miterleben, wie aus neuen chemischen Verfahren Business Cases werden – und wie diese dann in reale Projekte umgesetzt werden.“ Camillo wollte so viele Erfahrungen wie möglich sammeln: „Ich habe meine Kollegen mit Fragen überflutet!“

Auch wenn Clean Technology ihn faszinierte: Camillo Falco musste während des EGP seine Komfortzone auch mal verlassen. Denn die Teilnehmer durchlaufen drei ganz unterschiedliche Stationen. „So habe ich die Möglichkeit bekommen, auch andere Bereiche dieses großen Unternehmens kennenzulernen.“ In seinem zweiten Abschnitt brachte er sich bei LiGaPro ein, eine Tochtergesellschaft der Linde Group in Deutschland, die Anlagen für die Gaserzeugung betreibt. Camillo entdeckte hier seine wahre Berufung: „Anlagebetrieb heißt auch immer, unerwartete Probleme zu lösen. Das bringt jeden Tag neue Herausforderungen mit sich.“ Camillo gefiel es so gut, dass er später in diesen Bereich zurückkehren sollte.
Nach zwei Stationen in Deutschland führte ihn der dritte Teil seiner Ausbildung nach Arluno bei Mailand. Hier zeigte sich Linde von einer ganz neuen Seite. In einem Zylinder-Füllwerk lernte er die alltäglichen logistischen Herausforderungen kennen, die das Geschäft mit sich bringt. „Das habe ich vorher wirklich unterschätzt. Hier konnte ich bis ins Detail sehen, wie der tatsächliche Betrieb abläuft.“

Dass Camillo seine Zeit während des Graduate Programmes bei Linde als große Bereicherung empfand, das lag auch an seinem Mentor. Jedem Trainee wird ein erfahrener Manager zur Seite gestellt, der ihn während des Programms begleitet. „Linde ist so eine riesige Firma, da kann es anfangs schon etwas schwierig sein, sich zurechtzufinden“, sagt Camillo. „Ich bin froh, dass sich mein Mentor Zeit genommen hat. Er hat mir geholfen, das große Ganze zu verstehen.“ Die beiden entwickelten ein so gutes Verhältnis, dass eine bis heute anhaltende Freundschaft daraus wurde: „Wir treffen uns auch heute noch. Wir reden dann über alles Mögliche, nicht nur über den Beruf.“

Nach 18 herausfordernden Monaten endete das European Graduate Programme für Camillo mit einem Highlight: der großen Abschluss-Präsentation, die er gemeinsam mit 15 Graduates aus ganz Europa für die beteiligten Mentoren und Führungskräften hielt. Unter dem Motto „One Linde“ fassten sie in Spielen, Podiumsdiskussionen und interaktiven Vorträgen ihre gesammelten Erfahrungen zusammen. „Unsere Mentoren und Führungskräfte haben Zeit, Geld und Ressourcen in uns investiert. Zu sehen, wie zufrieden sie waren: Das hat mich besonders stolz gemacht.“

Für Camillo war das EGP genau die richtige Wahl: Er fand seine berufliche Erfüllung. Nach Ende des Programms stieg er als Prozessingenieur für Produktionsanlagen bei Linde ein. Der Job lässt ihm trotz allem noch Zeit für seine junge Familie. Camillo wohnt mit Frau und Kind in München. Denn: „Mein zweijähriger Sohn verbraucht ganz schön viel meiner Energie“, sagt er lachend.

Seiner Arbeit geht Camillo mit großem Ehrgeiz nach. Unter anderem hat er für Linde ein Tool entwickelt, mit dem sich der Energieverbrauch der Luftzerleger vorhersagen lässt. Er kann also seine Kenntnisse für die Entwicklung nachhaltiger Prozesse einsetzen – so wie er es sich vorgenommen hatte: „Ich bin jeden Tag aufs Neue stolz auf meine Arbeit, weil sie einen konkreten Nutzen hat.“
Aus der Wissenschaft hinein in ein global agierendes Unternehmen: Als der promovierte Chemiker Camillo Falco eine neue Herausforderung suchte, stieß er auf das European Graduate Programme von Linde. Es lagen 18 Monate vor ihm, die abwechslungsreicher nicht hätten sein können.